Skip to main contentSkip to footer

Mehr Ökolandbau durch Selbstverpflichtung des Handels

Laufzeit: bis 30.04.2027
Fördermittelgeber: Land Niedersachsen
Funktion des KÖN: Projektkoordination, Prozesssteuerung

Innovation-Labs zur Rolle von Bio und Herkunft im Longevity-Lifestyle

Wie kann der Handel Bio-Frische stärker profilieren und neue Kaufimpulse setzen?
Die Innovation-Labs „Mehr Deutsche Bio-Frische“ zeigen, welche Chancen der Trend Longevity für heimische Bio-Frischeprodukte bietet.

Gemeinsam mit Entscheidern aus Handel, Lieferkette und Erzeugerorganisationen werden Verbraucher- und Markttrends betrachtet und Ideen für Sortiment, Nachfrage und Wertschöpfung entwickelt.

Im Fokus stehen Kartoffeln, Äpfel, Möhren und Zwiebeln in drei produktspezifischen Innovation-Labs:

  • Möhren: 30. September, Frankfurt
  • Äpfel: 6. Oktober, Jork
  • Kartoffeln & Zwiebeln: 13. Oktober, Essen

Das erwartet Category- und Buying Manager:

  • aktuelle Verbraucher- und Markttrends rund um Longevity
  • Praxisbeispiele für innovative Sortimentsentwicklung
  • Impulse für Profilierung, Nachfrage und Wertschöpfung
  • Austausch mit Entscheidern entlang der Lieferkette
  • neue Perspektiven für die Vermarktung heimischer Bio-Frische

Das Projekt setzt bei der Nachfrage nach ökologisch erzeugten Frischeprodukten an. Niedersachsen verfügt insbesondere bei Kartoffeln, Äpfeln, Möhren und Zwiebeln über gut etablierte Strukturen in Erzeugung und Aufbereitung. Gleichzeitig sind die Erzeugerpreise im Bio-Frischesegment unter Druck, wodurch Anreize für eine Ausweitung des Ökolandbaus fehlen.

Ziel des Projekts ist es, gemeinsam mit Akteuren des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) und der Außer-Haus-Verpflegung (AHV) einen Nachfrageimpuls für Bio-Frischeprodukte aus deutscher Erzeugung zu schaffen. Zentrales Instrument ist eine Selbstverpflichtungsvereinbarung mit konkreten Zielen für die beteiligten Handelsunternehmen.

Das Projekt wird aus Mitteln des Landes Niedersachsen gefördert.

Ziel des Projekts

Übergeordnetes Ziel ist es, gesellschaftspolitische Ziele zum Ausbau des Ökolandbaus durch stärkeres privatwirtschaftliches Engagement zu unterstützen und messbar voranzubringen.

Konkret soll das Projekt:

  • die Nachfrage nach ökologisch erzeugten Frischeprodukten erhöhen,
  • einen wettbewerblichen Impuls für eine stärkere Marktdurchdringung von Bio-Frischeprodukten schaffen,
  • den Absatz von mindestens einem Produkt aus der KÄMZ-Gruppe (Kartoffeln, Äpfel, Möhren oder Zwiebeln) aus deutscher Erzeugung steigern,
  • durch verbindliche Wachstumsziele der beteiligten Handelsakteure einen Nachfrage-Sog erzeugen,
  • Potenziale für weitere Öko-Marktimpulse und damit perspektivisch für zusätzliche Flächenumstellungen erschließen,
  • die Übertragbarkeit des Ansatzes auf weitere Produkte prüfen.

Aufgaben des KÖN

Das KÖN übernimmt die Prozesssteuerung und bringt seine Erfahrung in der Vernetzung und Moderation von Akteuren entlang ökologischer Wertschöpfungsketten ein. Dazu gehört insbesondere die Zusammenarbeit mit Erzeugerorganisationen, Verbänden, Verarbeitern und Handelsunternehmen sowie die Moderation der Runden Tische.

Maßnahmen

  • Analyse von Bio-Marktpotenzialen sowie Gespräche mit Bündlern, Packern, Verarbeitern und Handelsunternehmen.
  • Auswahl eines geeigneten Produkts aus Kartoffeln, Zwiebeln, Möhren und Äpfeln anhand von Marktpotenzial, Wertschöpfungs– und Flächenzuwachspotenzial sowie der Umsetzungsakzeptanz im Handel.
  • Durchführung produktspezifischer Runder Tische mit Akteuren aus Erzeugung, Verarbeitung und Handel.
  • Einbindung von Wissenschaft und Forschung, unter anderem zu Verbraucherdaten, Markt- und Marketingfragen.
  • Entwicklung einer Selbstverpflichtungsvereinbarung mit konkreten Zielen, Mechanismen und einem Umsetzungsplan.
  • Abstimmung der Vereinbarung mit den beteiligten Handelsunternehmen und den weiteren Projektpartnern.
  • Öffentliche Kommunikation der Vereinbarung und ihrer Ziele, unter anderem über Fachveranstaltungen, Fachartikel, Social Media, Newsletter und Interviews.
  • Präsentation des Projekts und der Ergebnisse auf der BioFach 2027.

Projektlaufzeit

29.04.2026 bis 30.04.2027

Projektmitarbeitende